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Experimente erwünscht: Studenten erfinden neue Badobjekte aus Saphirkeramik

Fr 22.04.2016

Autor : Corinne Rüetschi

Mit der Saphirkeramik hat Keramik Laufen einen Werkstoff entwickelt, der die Formensprache mit Keramik im Bad revolutioniert. Das Schweizer Unternehmen hat jedoch noch weitreichendere Visionen für die neuartige Keramik und hat daher in Kooperation mit der HGK im Herbstsemester ein Modul im Industrial Design zum Thema Saphirkeramik begleitet. Unter der Leitung von HGK Dozent Sven Adolph und dem Laufen Designteam traten 19 Studierende des Studiengangs Industrial Design an, die gestalterischen Grenzen des Materials weiter auszuloten.

Badobjekte mit neuem Nutzen
Nach einem intensiven Entwurfsprozess präsentierten die Studierenden Anfang 2016 zahlreiche innovative Badobjekte aus Saphirkeramik, wie neuartige Ablagesysteme, Möbel, Waschtische und Aufbewahrungsgefässe. Die besten Entwürfe wurden von einer hochkarätig besetzten Jury prämiert, die sich aus den beiden Designern Konstantin Grcic und Toan Nguyen sowie Laufens kreativem Mastermind, Marc Viardot, zusammensetzte. Grcic und Nguyen kennen die Herausforderungen im Umgang mit der SaphirKeramik bestens aus ihren eigenen Erfahrungen beim Entwurf der Badkollektionen Val und Ino. Prämiert wurden letztendlich die Entwürfe der Studierenden Joe Griesbach, Maya Martin und Alain Frey.

"Baboon Stool" von Joe Griesbach
Griesbach hat einen Bad-Hocker entworfen, den sogenannten Baboon Stool, der von den afrikanischen Formen von Trommeln und äthiopischen Kopfstützen inspiriert wurde. „Oft vertraut man einem Objekt erst, wenn man sich darauf setzen kann. Mithilfe dieser Analogie versuchte ich die Stabilität und Bruchfestigkeit von Saphirkeramik aufzuzeigen“, so Griesbach.

"Lay" von Maya Martin
Von Maya Martin stammt das dreistufige Tablar Lay für das Badezimmer, das – angelehnt an das Design einer Etagère aus dem Esszimmerbereich – dem Abstellen von Bad-Accessoires dient. „Mit dem Tablar möchte ich die neuen Möglichkeiten der Saphirkeramik ausloten“, erklärt Martin, „ denn mit den dünnwandigen Tablaren zeige ich die minimalen Wandstärken und mit deren Längen die Stabilität des Materials.“

Hängeleuchte "No 9" von Alain Frey
Einen anderen Weg wählte Alain Frey, der eine Hängeleuchte entwickelte, die nicht nur fürs Badezimmer geeignet ist. „Mit der Hängeleuchte «No 9» veranschauliche ich die Gewichtseinsparung, die durch die geringe Wandstärke der Saphirkeramik möglich ist. Ausserdem wird auf den Lamellen ein stimmiges Lichtspiel erzeugt, das die Aufmerksamkeit auf die Feinheit des Materials lenkt“, erläutert Frey seine Idee.

win-win-situation
Neben der Arbeit mit dem innovativen Material lag für die Studierenden der Reiz in der Zusammenarbeit mit einem bekannten Industrieunternehmen. Sven Adolph, HGK: „Ich denke, dass solche Kooperationen den Studenten den Weg ins Berufsleben ebnen und Einblick in die vielschichtige Komplexität der Arbeit von Unternehmen geben können. Das motiviert und bietet die Chance, auf sich aufmerksam zu machen – und eröffnet nicht zuletzt auch unserem Kooperationspartner Laufen neue gestalterische Perspektiven.“

Der Entwurf von Joe Griesbach, der von der Jury als Gewinner gekürt wurde, wird nun von Laufen weiter ausgearbeitet und realisiert. „Durchweg alle Entwürfe haben eine hohe Qualität gezeigt, sodass uns die Wahl sehr schwer gefallen ist“, sagt Marc Viardot, Director Marketing and Products von Laufen, „Konstantin, Toan und ich sind begeistert, dass die jungen Designtalente sich so ernsthaft und intensiv mit der Saphirkeramik auseinandergesetzt und uns viele kreative und intelligente Entwürfe präsentiert haben. Generell verstehen wir bei Laufen Design als einen Prozess, der tief in der Kultur des Unternehmens verankert und gelebt werden muss. Impulse von aussen, wie sie diese Kooperation mit der HGK geliefert hat, sind dabei ausdrücklich erwünscht.“


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